Hilfreiche Werkzeuge

Hier möchte ich einmal zeigen, welche Werkzeuge (abgesehen von Häkelnadel und Schere) ich bei jedem Amigurumi in die Hand nehme und welche auch sehr nützlich sind und welche Füllwatte (für mich zumindest) am besten funktioniert.

Zunächst einmal: womit stopft es sich am besten?

Natürlich kann man sagen: "Logisch, erst mit den Fingern und später dreh ich meine Häkelnadel um und zack, ist die Figur gestopft." Kann man machen, muss man aber nicht. Das Stopfen wird gern unterschätzt. Man kann eine gut gehäkelte Figur durch nachlässiges Stopfen noch verderben. Hier ist dann nicht nur die Füllwatte (darauf gehe ich später noch ein) wichtig, sondern eben auch das Werkzeug, womit man nicht nur schnell, sondern auch präzise und gleichmäßig stopfen kann. Ganz wichtig: immer so fest wie möglich stopfen. Um das machen zu können, muss man natürlich so fest wie möglich häkeln, also lieber eine Nummer kleiner als Nadel nehmen, als auf der Banderole als kleinste Stärke angegeben, es sei denn, man häkelt sowieso schon recht fest. Doch nun zum Stopfen.

Ich habe einiges probiert, schlussendlich bin ich bei Stopfhölzern gelandet und werde auch dabei bleiben. Zumindest für "großflächiges" Stopfen, also wenn die Öffnung noch recht groß ist.

Hat man das Gröbste dann gestopft, kommt bei mir meine neueste Entdeckung dran, inzwischen mein absolutes Lieblingswerkzeug: die Klemm- oder auch Wendeschere. Schere als Bezeichnung ist dabei fast etwas irreführend, kommt aber sicher von der Form. Tatsächlich handelt es sich eher um eine Art Zange. Diese habe ich noch nicht so lange, erst ein paar Wochen, aber ich möchte sie nicht mehr missen. Hier kann man bis zuletzt äußerst präzise und gezielt stopfen, fast egal, wie klein die Öffnung nur noch ist.

Womit stopfen?

Angefangen habe ich mit Glorex Füllwatte, die gibt es bei uns im Baumarkt und diese ist schon sehr stark gepresst und liegt gefaltet als eine Art grobes Vlies in der Tüte. Ich fand das Stopfen damit unglaublich schwer, selbst wenn man die auseinander rupft. Mit ihr wurden meine Amigurumis zunächst sehr ungleichmäßig und hatten Beulen. Irgendwann fing ich dann an, die Watte zunächst außen zu verteilen, ich habe also quasi immer mit dem Finger oder dem Stopfwerkzeug ein Loch in der Mitte gebohrt und die Watte nach außen gedrückt. Das ganze habe ich dann eben solange wiederholt, bis die Figur gefüllt war. Half etwas, war aber recht schwierig und die Ergebnisse waren immer noch nicht perfekt.

Dann habe ich lockerere Füllwatte probiert, damit ging es ziemlich gut, das "Von Innen nach Außen Stopfen" habe ich bis heute beibehalten. Eigentlich hätte ich bei dieser Füllwatte bleiben können, dann habe ich aber noch etwas entdeckt, damit stopft es sich so Klasse, dass ich das doch auch mit Euch teilen möchte: Faserbällchen nennt sich das Ganze. Das sind tatsächlich lauter winzige, lose Bällchen. Meine lassen sich sogar bis 95° C waschen.

Zu Beginn war es ungewohnt und etwas fummelig, besonders, wenn man spät stopft und die Öffnung schon sehr klein ist. Mit normalen Stopfmitteln bekommt man die Watte da nahezu gar nicht in die Figur. Da ich jetzt aber diese wunderbare Klemmschere habe, ist das Stopfen damit ein kinderleicht. Bei dieser Füllung werde ich wohl bleiben.

Nadeln

Unverzichtbar zum Schließen, Gesichter sticken etc. die Stopf- oder Nähnadel. Kennt, hat und benutzt sicher jeder.

Was ich noch zum Formen von Konturen z. B. benötige, ist eine sog. Puppennadel. Diese sind - wie man sieht - deutlich länger als eine normale Stopfnadel. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen, ich habe 10 und 20 cm lange Nadeln, damit komme ich eigentlich überall ordentlich hin.

Positionsaugen

Zugegeben, man kann das Positionieren der Augen auch mit Stecknadeln vornehmen. Wer aber Probleme damit hat, sich diese dann auch größer vorzustellen oder wer gar eigene Figuren entwirft, für den sind Positionsaugen wirklich sehr hilfreich. Die Augen gibt es in sehr vielen verschiedenen Größen, ich habe ein Set aus den vier gängigsten Größen. 

Das sind so die ausgefalleneren oder speziellen Werkzeuge, von denen ich aber finde, dass die Anschaffung sich lohnt. Wer also wirklich viele Amigurumis häkelt oder wer sich einfach die Arbeit etwas erleichtern möchte, für den lohnt sich die Anschaffung allemal.